REPERTOIRE
Uraufführung: 29. Oktober 2008;

oedipus is complex

Odeon
Taborstraße 10, 1020 Wien

Video

Choreografie: Nikolaus Adler
TänzerInnen: Amadeus Berauer, Martin Dvorak, Martina Haager, Anna Hein,
Boris Nebyla,Kun-Chen Shih, Karin Steinbrugger
Tontechnik: Markus Tavakoli
Technische Leitung: Silvia Auer
Kostüm & Foto: Corinne Rusch (www.corinnerusch.com)
Produktion: Sonja Haupt & Nikolaus Selimov

oedipus is complex
Anhand des Schicksals von Ödipus stellt sich die Frage nach individueller Schuld.
Macht erst die Erkenntnis oder schon die Tat an sich schuldig?
Rückblickend läuft sein Leben wie ein Film ab. Ohne die Möglichkeit eingreifen zu können, muss Ödipus die volle Verantwortung für sein Tun übernehmen.
Vergessen oder Verdrängen als die einzige Chance auf Erlösung?
Der Weg ist vorgezeichnet wie bei einer Figur des Film Noir, die nur beiläufig in das Abenteuer ihres Lebens schlittert.
So bleibt als einzige Möglichkeit das vorgezeichnete Schicksal zu betrügen, sich mit der eigenen Moral zu arrangieren.

Lose wird der Mythos des Ödipus mit heutigen Bildern herbeizitiert. Dabei bleiben die Beziehungen der Protagonisten und der Inhalt des Dramas immer relevant und evident.

Nikolaus Adler


PRESSE

...Fragen nach Schuld und Vergebung, nach Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Sühne. Eine Lösung kann er dennoch nicht bieten. Ist auch nicht notwendig.
Das wahre Erlebnis dieser Aufführung sind die Tänzerinnen und Tänzer, die Adlers ideen- und detailreiche Tanzsprache mit Anklängen an die Moderne (und der Einbeziehung des von Haager rekonstruierten und getanzten Solos von Rosalia Chladek „Tanz mit dem Stab“) aufregend direkt umsetzen und das zeigen, was Tanz kann, Gefühlszustände - Lust und Leidenschaft, Abscheu und Ekel, Scham und Zorn und auch Verzweiflung.
Adler arbeitet mit harten Griffen, brutalen Pas de deux und einprägsamen Bildern. Zur Gesamtwirkung des Abends tragen auch die von Corinne Rusch in Weiß, Dunkelgrau und ganz wenig blutigem Rot gestalteten Kostüme bei. Nikolaus Adlers choreografisches Talent ist unbestritten (und bereits preisgekrönt)...
Ditta Rudle, www.tanz.at